Medienmitteilung vom 16. Juni 2020

   

Fussgänger- und Begegnungszonen in der Innenstadt bleiben

 Der Regierungsrat hat die Beschwerden gegen Entscheide des Regierungsstatthalters von Thun im Zusammenhang mit der Fussgänger- und den Begegnungszonen Innenstadt gutgeheissen. Der Thuner Gemeinderat begrüsst dies und kann damit den eingeschlagenen Weg fortführen.

 

Ende 2018 führte die Stadt Thun im Zuge der Eröffnung des Schlossberg-Parkings in der Innenstadt die Fussgänger- und eine weitere Begegnungszone ein. Seither gilt im Bälliz sowie in der Oberen und Unteren Hauptgasse ein weitreichendes Fahrverbot. Im Frühling 2019 erteilte der Regierungsstatthalter Thun der Stadt in diesem Zusammenhang Weisungen. So verfügte er ein Fahrverbot für Velos und eine Beschränkung des Warenumschlags auf den Vormittag. Dagegen reichten die Stadt Thun, der Gewerbeverein Thun und die Innenstadtgenossenschaft Thun (IGT) beim Regierungsrat des Kantons Bern Beschwerde ein. Jetzt hat der Regierungsrat diese gutgeheissen (vgl. Medienmitteilung vom 11. Juni des Kantons Bern). Der Thuner Gemeinderat nimmt diesen Entscheid erfreut zur Kenntnis. Damit bleibt die aktuelle Verkehrsregelung bestehen und kann nun hoffentlich im Grundsatz von allen akzeptiert werden. Mit Abschluss des Beschwerdeverfahrens werden die Verkehrsmassnahmen definitiv rechtskräftig, was Voraussetzung ist für ihre konsequente Durchsetzung.

 

 

Optimierungsmöglichkeiten sind erkannt

Unabhängig vom Beschwerdeverfahren führte die Stadt Thun Ende 2019 bei verschiedenen Interessengruppen eine Evaluation der Fussgängerzone durch. Die Rückmeldungen waren grundsätzlich positiv. Es zeigte sich aber, dass gewisse Verbesserungsmöglichkeiten bestehen, z.B. bezüglich Güterumschlag, Veloabstellflächen und gefahrenen Geschwindigkeiten. Der Gemeinderat hat das Tiefbauamt bereits beauftragt, ihm bis im Herbst konkrete Optimierungsmassnahmen zum Beschluss vorzulegen. Die Massnahmen sollen auch mit dem laufenden Studienverfahren zur Attraktivierung der Innenstadt abgestimmt werden. 

 


Referendum Hoffmatte

 

Brief an Thuner-Leiste:


Abstimmung vom 9. Februar 2020


Liebe Leistmitglieder der Stadt Thun
Anfangs Dezember 2019 ist mit fast 1000 Unterschriften innerhalb einer Woche das fakultative Referendum zur Hoffmatte zustande gekommen. Die gesamte Thuner Stadtbevölkerung wird damit über die Änderung des Zonenplans und Baureglements für die Hoffmatte abstimmen können.
Das Referendumskomitee Hoffmatte und der GSB-Leist unterstützen zwar die Absicht, auf der Hoffmatte neuen Wohnraum und ein Pflegeheim zu schaffen. Sie lehnen die ZPP Hoffmatte aber ab, weil mehrere weitreichende Aspekte in der Planung ungenügend berücksichtigt wurden.
So nehmen die geplanten Hochhäuser keine Rücksicht auf das umliegende Quartier. Mit einer Gebäudehöhe bis zu 30 m sprengt die Überbauung aus unserer Sicht das vertretbare Mass des Quartiers und der Stadt Thun (zum Vergleich: Die Gebäude von Meyer Burger, Transfair oder der Coop-Verteilzentrale sind ca. 17.5m hoch!).
Wir wollen verhindern, dass mit einer unangepassten Überbauung auf der Hoffmatte die Eigenheiten des Quartiers und des Stadtbildes von Thun beeinträchtigt werden und dass im Gwatt ein städtebaulicher Akzent geschaffen wird, der am Rand der Stadt nicht nach-vollziehbar ist.
Die Ansicht der Stadt, dass die geplante Überbauung der Hoffmatte einen städtebaulichen Gewinn für die Stadt darstellt und exemplarisch aufgezeigt wird, wie Siedlungsentwicklung nach innen auf verträgliche Art und Weise erfolgen kann, teilt das Referendumskomitee nicht.
Die Erschliessung der gesamten Überbauung (rund 300 Parkplätze in der 1. Etappe) erfolgt über die Eisenbahnstrasse in die anschliessenden Strassen (Hännisweg/Gwattstrasse resp. Pfandernstrasse/Gwattstrasse). Die Eisenbahnstrasse ist bereits heute – gerade während den Hauptverkehrszeiten - durch den Verkehr von Anwohnern, Firmen und deren Mitarbeitenden stark überlastet.
Die Eisenbahnstrasse (Tempo 50km/h!) ist an verschiedenen Stellen verengt und unübersichtlich (Längsparkplätze Pw und Lkw, Bereich Fussgängerunterführung Bahnlinie). Diesem Aspekt wurde bei der Planung der Stadt viel zu wenig Rechnung getragen; ebenso wenig der Tatsache, dass an der Kreuzung zwischen Hofacker- und Eisenbahnstrasse ein wichtiger Verbindungsweg für die Kindergarten- und Schulkinder durchführt, deren Sicherheit zusätzlich gefährdet wird (Verbindung zu den Schulen Obermatt und Buchholz).

Die Eisenbahnstrasse (Tempo 50km/h!) ist an verschiedenen Stellen verengt und unübersichtlich (Längsparkplätze Pw und Lkw, Bereich Fussgängerunterführung Bahnlinie). Diesem Aspekt wurde bei der Planung der Stadt viel zu wenig Rechnung getragen; ebenso wenig der Tatsache, dass an der Kreuzung zwischen Hofacker- und Eisenbahnstrasse ein wichtiger Verbindungsweg für die Kindergarten- und Schulkinder durchführt, deren Sicherheit zusätzlich gefährdet wird (Verbindung zu den Schulen Obermatt und Buchholz).

 

Das Referendumskomitee will mit einem NEIN zur ZPP Hoffmatte eine Neuplanung der Hoffmatte bewirken. Auf der Hoffmatte soll eine Überbauung entstehen, die neuen Wohnraum schafft, gleichzeitig aber auch die Konsequenzen auf Stadtbild, Verkehr und die Forderung nach einer energie- und umweltschonenden Bauentwicklung in die Überlegungen einbezieht. Die im Wettbewerb bereits angedachte weitere Projektetappe mit 16 weiteren Neubauten am Standort der Fabrikhalle der Hoffmann Neopac soll dabei nicht ausgeblendet, sondern in die jetzige Planung einbezogen werden.
Stimmen Sie daher NEIN zur Änderung des Zonenplans und Baureglements ZPP Hoffmatte


Freundliche Grüsse
René Feller                                                       Urs Weibel
Präsident GSB-Leist                                        Vizepräsident GSB-Leist
Mitglied Referendumskomitee Hoffmatte Mitglied Referendumskomitee Hoffmatte


Detaillierte Informationen finden Sie auf unserer Webseite:
www.gsb-leist.ch und www.referendumhoffmatte.ch