Letztes Update: 20.10.2020

Quartier-Agenda

Quartier - Bauprojekte: Artikel Thuner Tagblatt zum geplanten Quartierzentrum

Quartier - Bauprojekte: Artikel Thuner Tagblatt zur geplanten Zufahrtsstrasse Abfallsammelhof

Quartier - Bauprojekte: Bauarbeiten Langestrasse / Dählenweg

Quartier - Bauprojekte: Auflage Metzgercenter

Quartier - Bauprojekte: ESP Thun Nord 


Presseberichte über die Leist-Hauptversammlung

Thuner Tagblatt, Titelseite, 16.09.2020 Marco Zysset

 

Alles zurück auf Start beim Abfallsammelhof Lerchenfeld

Thun Der Kanton watscht die Stadt und den Statthalter ab. Die Gegner des Abfallsammelhofs im Lerchenfeld erhalten auf der ganzen Linie recht.

 

Damit hatte wohl kaum jemand gerechnet: Die Beschwerdeführer gegen den Abfallsammelhof im Lerchenfeld - Private und der Leist - erringen auf der ganzen Linie einen Sieg. Die kantonale Bau- und Verkehrsdirektion hat entschieden, dass der geplante Ausbau der Flugplatzstrasse zur Erschliessungsstrasse nicht zonenkonform sei und deshalb nicht bewilligt werden könne. Damit ist auch die Baubewilligung für den Abfallsammelhof an sich vorerst vom Tisch - weil die Erschliessung fehlt. Beide Projekte hatte Regierungsstatthalter Marc Fritschi bewilligt.

Während der Lerchenfeld-Leist sich über den Sieg freut - und weiter kämpferische Töne anschlägt -, gibt sich der zuständige Gemeinderat Konrad Hädener (CVP) betont unaufgeregt. Der Entscheid zeige, dass die Stadt «Hausaufgaben zu erledigen» habe. Ja, Hädener stellt gar in Aussicht, dass schon in den nächsten Wochen ein Plan B präsentiert werden dürfte.

 

Thuner Tagblatt, Seite 4, 16.09.2020 Andreas Tschopp und Marco Zysset

 

Kanton stoppt den Abfallsammelhof

Der Kanton lehnt den Ausbau der Flugplatzstrasse ab. Damit ist auch der Abfallsammelhof im Lerchenfeld vorerst auf die lange Bank verbannt.

 

«Wir haben voraussichtlich gewonnen», sagte Roland Götz, Präsident des Lerchenfeldleists am Montagabend an der Hauptversammlung zu einer Sache, die den Leist seit Jahren beschäftigt: der von der Stadt Thun und der Avag geplante Bau eines

 

Foto: Christoph Gerber

 

neuen Abfallsammelhofs an der Autobahn A6 hinter dem Flug- und dem Sportplatz im Lerchenfeld. Dazu hat die kantonale Bau- und Verkehrsdirektion (BVD) kürzlich zwei wegweisende Entscheide gefällt: Zum einen wurde aufgrund der Beschwerde des Leists und von Anwohnern dem Ausbau der Flugplatzstrasse «die Bewilligung entzogen», wie Götz es formulierte. Über diese Strasse sollte der geplante Abfallsammelhof erschlossen werden.

 

Geplante Strasse ist «zonenfremd»

Die geplante Zufahrt zum Abfallsammelhof mit Parkplätzen für Mitarbeiter der Avag sei «zonenfremd», monierten die Gegner in ihrer Beschwerde und bekamen nun recht aus Bern. Demnach sind in der Zone für Sport und Freizeitanlagen (ZSF) im Lerchenfeld nur Bauvorhaben erlaubt, «die den Zwecken der Sportanlagen dienen und in den Grundzügen der bestehenden Bebauung entsprechen», heisst es im Entscheid der BVD, der dieser Zeitung vorliegt. Die gültigen Zonenvorschriften seien so eingrenzend, dass die Zwecke eines Abfall-/Entsorgungszentrums «klar nicht davon erfasst werden». Auch eine «geteilte» Nutzung von Strasse und Parkplätzen, wie der Regierungsstatthalter in seinem Bewilligungsentscheid vom September 2019 vorschlug, sei nicht zulässig, urteilte die BVD.

 

Im Entscheid aus Bern wird nicht mit Kritik am Thuner Regierungsstatthalteramt gespart. «Eine Umdeutung der Vorschriften für die ZSF im Baubewilligungsverfahren zwecks Behebung planerischer Unzulänglichkeiten verbietet sich aus rechtsstaatlichen Gründen», heisst es an die Adresse des Statthalteramts. Dieses musste bereits ihren Verfahrensleiter in der Sache auswechseln.

 

Parkplätze fehlen

Die Folge des Neins zur Baubewilligung für die Strasse: Der Lerchenfeldleist und seine Mitstreiter erhielten auch recht im zweiten Punkt: Die BVD kippte auch die Bewilligung für den Bau des Abfallsammelhofs, für den der Regierungsstatthalter m Februar grünes Licht erteilt und fünf Einsprachen abgewiesen hatte.

 

Im damaligen Entscheid wurde festgehalten, dass die Zufahrt noch nicht gesichert sei. Die BVD argumentiert nun, dass das Bauvorhaben «in Ermangelung einer genügenden Erschliessung und einer genügenden Anzahl Parkplätze zurzeit nicht bewilligungsfähig» sei. Und: Die Beschwerdegegner - Avag, Stadt Thun und Statthalteramt - müssen die Verfahrenskosten tragen und die Beschwerdeführenden entschädigen.

 

Kämpferischer Leist-Präsident

«Damit ist die Geschichte fürs Erste mal vorbei und das Thema auf Jahre erledigt», erklärte Götz an der Leist-Hauptversammlung zum vorläufigen Ausgang des Verfahrens - versprach aber namens des Vorstandes auch: «Wir bleiben sicher dran und werden die BVD-Entscheide verteidigen.»

 

und cooler Gemeinderat

Konrad Hädener (CVP), Thuner Gemeinderat und Vorsteher der Direktion Bau- und Liegenschaften, war an der Leist-Versammlung ebenfalls zugegen. Er kommentiert die Entscheide der BVD betont unaufgeregt: «Auch wenn wir namentlich hinsichtlich der Zonenkonformität der Strasse mit dem Kanton nicht einer Meinung sind, verzichten wir darauf, gegen den Entscheid zu rekurrieren.»

 

Was aber nicht heissen soll, dass die Angelegenheit für die Stadt nun vom Tisch sei - im Gegenteil. «Wir nehmen zur Kenntnis, dass wir Hausaufgaben zu erledigen haben», sagt Hädener. «Wie wir das zu tun gedenken, werden wir in Kürze kommunizieren.»

 

Strassen-Projekt aufteilen?

Konkret stehen gemäss Bauvorsteher Hädener unter anderem folgende Optionen zur Diskussion: Die Stadt stellt rasch ein Baugesuch nur für die Sanierung der Flugplatzstrasse auf dem Abschnitt Waldeck-Kreisel bis hin zum Flugplatz und seinen Hangars. «Dann könnte die eigentliche Erschliessung des Abfallsammelhofs in ein neues Baugesuch für den Abfallsammelhof integriert werden.»

 

Oder aber, die Stadt nimmt einen Anlauf, die Fläche der ganzen Strasse vom Waldeck-Kreisel bis zum geplanten Sammelhof in die Arbeitszone umzuzonen und lanciert dann das Baubewilligungsverfahren für die ganze Strasse neu.

 

Initiative gewinnt an Bedeutung

So oder so ist klar: Die Zonenplan-Initiative, über welche spätestens im März 2021 im Stadtrat - und je nachdem wie dieser entscheidet voraussichtlich im Juni an der Urne - abgestimmt werden muss, gewinnt an Bedeutung. Die Initiative wurde von den Beschwerdeführern eingereicht. Ihr Ziel: Das Land, auf dem der Abfallsammelhof geplant ist, in die Zone für Sport und Freizeit umzuzonen - und so den Abfallsammelhof zu verhindern. Ein Vorhaben, gegen das die Armasuisse als Grundeigentümerin und die Avag als Baurechtnehmerin ihrerseits Beschwerde führen.

 

Mit den Entscheiden der BVD ist klar: Es ist unwahrscheinlich, dass ein gültiges Bauprojekt nach heute geltendem Zonenplan vorliegt, bevor über die Umzonung des Landes abgestimmt wird. Damit entfällt zumindest seitens der Stadt ein gewichtiges Argument im Kampf gegen die Umzonung.

 

Widerstand seit der ersten Stunde

Bereits 2006 prüfte die Stadt Thun die Idee eines regionalen Sammelhofs. Die umliegenden Gemeinden Steffisburg, Uetendorf und Heimberg erteilten den Plänen aber eine Absage. Nach einer längeren Evaluation befand die Stadt das gut 12’000 Quadratmeter grosse Grundstück im Dreieck zwischen der Allmendstrasse, der A6 und der Flugplatzstrasse, direkt neben den Fussballanlagen des FC Lerchenfeld, als ideal.

 

Anwohner und der Lerchenfeld-Leist bekämpften das 8,3 Millionen Franken teure Projekt von Beginn weg. Sie befürchten Mehrverkehr, Lärm und schlechte Luft. Sie reichten unter anderem eine Initiative mit 1605 Unterschriften ein. Darin forderten sie, das Grundstück von der Zone für Arbeiten in eine Zone für Sport- und Freizeitanlagen zu überführen. Daneben kämpften die Gegner mit Einsprachen gegen den Ausbau der Flugplatzstrasse sowie den Abfallsammelhof. Der Regierungsstatthalter erteilte zwar die Baubewilligungen. Die Einsprecher akzeptierten den Entscheid jedoch nicht und zogen ihn an den Kanton weiter. (rop)

 

Die Strasse zum Flugplatz Thun soll eine andere Linienführung erhalten. Nun beginnt die Planung von vorne.

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2020.09.16. TT Bericht Abfallsammelhof.p
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Thuner Tagblatt online, 15.09.2020 Andreas Tschopp

 

Kritik am Zeitplan für den Schulausbau

Dass es sechs Jahre dauern soll, bis das Quartier eine erweiterte Schule erhält, wurde an der Leistversammlung kritisiert.

Gleich eine vierköpfige Delegation der Stadt Thun erschien zur Hauptversammlung des Lerchenfeld-Leists, um dort die Pläne zur Sanierung und Erweiterung der Schule Lerchenfeld zu erklären. Die Stadt will bekanntlich 24 Millionen Franken investieren in das Projekt, das als eines von fünf zuoberst auf der Prioritätenliste steht.

 

Wie Gemeinderat Konrad Hädener einleitend ausführte, sei die Schulraumplanung langfristig ausgerichtet und werde von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Ein wichtiger Faktor ist im Lerchenfeld die Verlegung des Quartierzentrums ins alte Feuerwehrmagazin. Für dessen Planung und Projektierung werde im Oktober dem Stadtrat ein Kredit von fast 1,9 Millionen beantragt, erfuhr die Versammlung.

 

«Eine Zumutung»

Diese wurde weiter darüber orientiert, dass eine zweite Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben wurde für die Schulerweiterung, die als Basis dienen soll für den 2021 geplanten Architekturwettbewerb. Mit dem Abschluss der Planungsphase wird 2023 gerechnet, sodass ab 2024 bis 2026 die Ausführung erfolgen könne.

 

Dieser Zeitplan stiess auf Kritik bei einer Mutter und Lehrerin, die ihn als «Zumutung» bezeichnete und folglich von einem «Debakel» sprach. «Ihr müsst jetzt loslegen», verlangte daher ein Votant von den Vortragenden.

 

Im Moment sei «nichts zu machen», hiess es, und daher seien «kreative Lösungen gefragt». Der Leiter des Amts für Stadtliegenschaften, Thomas Zumthurm, gestand ein, die Planung sei «nicht rechtzeitig» angelaufen, und er bemühte sich um Entspannung, indem er betonte: «An unserem guten Willen fehlt es nicht.»

Corina Riesen im Vorstand

Die im Kino Rex in Thun «auswärts» durchgeführte Lerchenfeld-Leist-HV bestätigte Corina Riesen als Vorstandsmitglied. Sie trat die Nachfolge von Daniela Weber bereits früher im Jahr an. Auch zwei neue Rechnungsrevisoren konnten gefunden werden unter den locker im Kinosaal Versammelten.

 

Diese genehmigten Rechnung und Budget. Die grössten Posten nehmen darin die Ausgaben für die Anwälte ein. Neben Rückzahlungen von den privaten Mitstreitern können im laufenden Jahr auch noch Parteientschädi-gungen erwartet werden.

 

Nachdem die Sanierung der Allmendstrasse «einiger-massen überstanden ist», so Präsident Roland Götz, bestehe bis Mitte November noch die Baustelle für die Fernwärmeleitung im Zollhaus. Für die Sanierung der Strasse dort fehle der Stadt aber der Plan und Raum für die Gestaltung. Zuversicht versprühte der Leistpräsident aber bezüglich der Uttigenstrasse, wo «etwas im tun ist», sagte Götz, der sich zuversichtlich zeigte, dass die Strasse durch das Armeegelände bis Ende für Velofahrer ins und aus dem Lerchenfeld befahrbar werde.

Bild Andreas Tschopp


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