Letztes Update: 27.11.2020

Quartier-Agenda

Quartier - Bauprojekte: Artikel Thuner Tagblatt zur geplanten Zufahrtsstrasse Abfallsammelhof

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Quartier - Bauprojekte: Errichtung Bushaltestelle / Langestrasse - Ortsstrasse 

Quartier - Bauprojekte: Artikel Thuner Tagblatt zum geplanten Quartierzentrum


Lerchefädere November 2020

Mit einem Gastkommentar von Andreas Lüscher zu den Bauvorhaben Sanierung Flugplatzstrasse und Abfallsammelhof: 

 

Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich!

Ein kleineres Erdbeben haben die beiden Entscheide der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern zum geplanten Abfall-/Entsorgungszentrum und zur Sanierung und zum Ausbau der Flugplatzstrasse im Lerchenfeld ausgelöst. Baugesuchsteller, Planer, Ingenieure und Vorinstanzen haben einen «Denkzettel» verpasst bekommen, wie er in Baubewilligungsverfahren einmalig sein dürfte. Andererseits sind Private für ihre Aufmüpfigkeit belohnt worden und der Quartierleist hat den Tatbeweis erbracht, dass seine Verankerung in der Stadtverfassung nicht nur toter Buchstabe

ist. Wie konnte es zu dazu kommen: Auf Umwegen, eher per Zufall, sind Pläne, im Lerchenfeld einen Abfallsammelhof zu erstellen, früh ruchbar geworden und haben den Lerchenfeld Leist auf den Plan gerufen, der direkt betroffene

Quartierbewohner darüber informierte. Daraus erwuchs Widerstand, der weder im Gespräch mit den Betroffenen noch in einer eigens dafür geschaffenen Arbeitsgruppe beigelegt werden konnte. Quasi als Zückerchen wurden die Sanierung

und der Ausbau der Flugplatzstrasse angeboten. Andere Vorschläge aus der Bevölkerung wurden kurzerhand abgeschmettert. Tatsache ist, dass die Sanierung und der Ausbau der Flugplatzstrasse ins Auge gefasst wurden, als sich die

Pläne für den Abfallsammelhof konkretisierten. Erschwerend und zu Verzögerungen beigetragen hat vermutlich aber auch der Umstand, dass die Stadt Thun, die AVAG, die Schweizerische Eidgenossenschaft, vertreten durch armasuisse Immobilien, lange Zeit unterschiedliche Interessen und Ansichten darüber hatten, wie das Gebiet südlich der Allmendstrasse entwickelt und genutzt werden soll. Die AG für Abfallverwertung AVAG und die Einwohnergemeinde Thun reichten schliesslich, trotz erheblicher Bedenken der betroffenen Bevölkerung, die Baugesuche für das Abfall-/Entsorgungszentrum bzw. die Sanierung und den Ausbau der Flugplatzstrasse ein. Am 16. September 2019 beziehungsweise 10. Februar 2020 erteilte der Regierungsstatthalter die Baubewilligungen. In beiden Fällen wurden die Einwände der Anwohner und des Lerchenfeld-Leists als unbegründet in den Wind geschlagen. Dagegen wehrten sich die Beteiligten mit Baubeschwerden an die Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern. Diese hob am 17. August 2020 beide Entscheide des Regierungsstatthalters auf und verweigerte den Bauvorhaben die Baubewilligungen. Einerseits, weil die Erschliessung des geplanten Abfall-/ Entsorgungszentrum gegen die geltende Zonenordnung verstösst, andererseits in Ermangelung der genügenden Erschliessung und Anzahl Parkplätze. Beide Beschwerdeentscheide sind rechtskräftig und unter www.lerchenfeldleist.ch

einsehbar.

 

Die Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern hat mit ihren Entscheiden das Vertrauen in die Rechtsstaatlichkeit, das durch das Verhalten der Gesuchsteller, Planer und Vorinstanzen arg ins Wanken geraten ist, bestärkt. Vollständig wieder

hergestellt ist es nicht. Zu schwer lastet die von städtischen Stellen bekundete Absicht, die Projekte ungeachtet des Widerstands aus der Bevölkerung mit vorgezogenen Planungsänderungen durchzudrücken. Dabei böte doch die laufende

Revision der Ortsplanung Gelegenheit, die Zukunft des Quartiers und seiner Nachbargebiete in einer zusammenhängenden Planung zu gestalten. Beispielsweise dadurch, dass das Projekt Abfall-/Entsorgungszentrum ins Gebiet des Entwicklungsschwerpunkts Kleine Allmend verlegt wird. Mit einer Erweiterung der bestehenden Zone für Freizeit- und Sportanlagen anstelle der Arbeitszone, wie es die hängige Zonenplaninitiative anstrebt, fänden andererseits weitere, für den Breitensport wichtige Einrichtungen Platz, beispielsweise eine Dreifachturnhalle, die sowohl der Schule wie den Sportvereinen dienen und erst noch über genügend Parkplätze in unmittelbarer Umgebung verfügen würde.

 

Es bleibt zu hoffen, dass die verantwortlichen Stellen ihre Lehren aus den gescheiterten Verfahren ziehen werden. Die Wiederholung gemachter Fehler gilt es zu vermeiden. Das Vertrauen der Bevölkerung in bau- und planungsrechtlichen

Belangen dagegen wieder zurück zu gewinnen. Gelegenheit dazu bietet die laufende Revision der Ortsplanung. Von vorgezogenen rechterheischenden Planerlassverfahren ist abzusehen.

Andreas Lüscher

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