Letztes Update: 23.09.2021

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Das Schulhaus platzt aus allen Nähten!

Lerchefädere Nr. 117, Juni 2021

Im Jahr 2018 ist Thun von UNICEF Schweiz als kinderfreundliche Gemeinde ausgezeichnet worden! In der Märzausgabe 2021 des Thun Magazins ist zu lesen, dass die bereits familienfreundliche Stadt Thun für Familien in Zukunft noch attraktiver werden will!

Es sei deshalb zu Beginn die Frage erlaubt, wo und inwiefern sich diese Kinder- und Familienfreundlichkeit der Stadt Thun in der Infrastruktur der Schulen und Kindergärten im Lerchenfeld zeigt? In vielen Quartieren der Stadt Thun wird rege neu gebaut oder ältere Wohnhäuser werden liebevoll saniert und an jüngere Generationen weitergegeben. So auch im Lerchenfeld-Quartier! Tatsächlich ist die Bevölkerungszahl im Lerchenfeld in den letzten Jahren auf über 3000 Einwohner gewachsen. Wen erstaunt es da, dass unter den Neuzuzügern viele Familien mit Kindern sind? Dass diese Kinder früher oder später hier im Quartier zur Schule gehen, ist logisch! So ist es aktuell auch nicht überraschend, dass das Lerchenfelder Schulhaus samt Kindergärten in seiner fast 100-jährigen Geschichte wieder einmal mehr aus allen Nähten platzt! Der Lerchenfeldleist wie auch der Elternrat Lerchenfeld beobachten diese Entwicklung schon seit längerer Zeit. Im gemeinsamen Austausch über diese besorgniserregende Schulraum-Knappheit haben sich der Leist wie auch der Elternrat entschieden, in dieser Angelegenheit zusammen zu arbeiten. In einem Brief an die Verantwortlichen der Stadt geht es unter anderem um folgende Fragen:

 

·         Weshalb kann die Stadt die vorhersehbare Entwicklung des Platzmangels in den Kindergärten und der Schule Lerchenfeld scheinbar nicht rechtzeitig deuten/erkennen?

·         Weshalb hinkt die Stadt seit fast 100 Jahren mit der Raumschaffung immer hinterher?

·         Und warum wird die Lerchenfelder Bevölkerung und die Lehrerschaft immer wieder über Jahre vertröstet, obwohl diese frühzeitig auf den Schulraummangel hingewiesen haben?

 

Im Thuner Tagblatt konnte man lesen, dass das Lerchenfelder Schulhaus saniert wird. Tatsache ist jedoch, dass es noch mindestens sieben Jahre geht bis die Kinder und Lehrpersonen in unserem Quartier davon profitieren. Und wie soll es die nächsten sieben Jahre weitergehen? Denn die jetzigen Platzverhältnisse und Mängel sind gravierend! Und die Lehrerschaft weist schon seit Jahren daraufhin, …

…  dass die vorhandenen Klassenzimmer und Garderoben viel zu klein sind für so grosse und

     überdurchschnittlich vielfältige/heterogene Klassen.

…  dass Gruppen- und Spezialräume weitgehend fehlen.

…  dass die Turnhalle zu klein und mehr als sanierungsbedürftig ist, wenn sogar ganze Fensterscheiben wegen zu sprödem Kitt aus dem Rahmen fallen.

…  dass sich die Tagesschule Jahr für Jahr mit den viel zu engen Verhältnissen einfach arrangieren muss.

…  dass gewisse Räumlichkeiten der Schulanlage im Winter wegen des veralteten Heizsystem fast nicht warm zu kriegen sind.

…  dass die Schulleitung wie auch die Lehrpersonen Unglaubliches leisten, damit ein halbwegs Lehrplan-21-orientierter Unterricht mit dem vorhandenen Raumangebot überhaupt möglich ist.

 

All diese Rahmenbedingungen führen zu einer hohen Belastung für die Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen, die unter solchen Bedingungen jeden Tag ins Schulhaus kommen und ihr Bestes geben. Sind die vielen Lehrpersonen-Wechsel und internen Rochaden im Team vielleicht eine Folge dieser Rahmenbedingungen? Kann die Schule Lerchenfeld unter diesen Umständen überhaupt «wettbewerbsfähig» sein? Anders ausgedrückt: Warum sollte eine Lehrperson sich an einer Schule mit solchen Arbeitsbedingungen bewerben? Auch für die Kinder ist es schwierig, wenn sie sich teilweise jährlich oder mehrmals pro Schuljahr auf eine neue Lehrperson einstellen müssen. Nicht zu vernachlässigen ist die Tatsache, dass die Kinder in den kleinen Schulzimmern einer konstanten, erheblichen Reizüberflutung und Lärmbelastung ausgesetzt sind.

Wie kommt es also, dass all diese Hinweise auf die vielfältigen baulichen Missstände an der Lerchenfelder Schule seitens der Verantwortlichen der Stadt scheinbar nicht gehört und nur halbherzige Lösungen präsentiert werden. Hat es damit zu tun, dass die Lerchenfelder Bevölkerung viel zu lange einfach geschwiegen hat und sich immer wieder vertrösten liess? Andere Thuner Quartiere, wie etwa das Strättligen Quartier, sind diesbezüglich weitaus aufmüpfiger, kritischer und lauter unterwegs … Erhalten sie deswegen ihren Schulhausumbau nun auch früher?

So fordert der Lerchenfeldleist und der Elternrat konkrete und zeitnahe bauliche Massnahmen zur Verbesserung der Schulraumsituation noch bevor das Schulhaus offiziell saniert und erweitert wird. Also jetzt und unverzüglich, denn die aktuelle «Pflästerlipolitik» ist unbefriedigend! So erhoffen wir uns, dass wir die Lehrpersonen an der Schule Lerchenfeld halten können und auch die Kinder mit Freude zur Schule gehen und sich gut entwickeln. Wir hoffen, dass das ewige Vertrösten ein Ende nimmt!

 

 

Um den «Leidensweg» der Schule Lerchenfeld in den fast 100 Jahren aufzuzeigen, werden in der nächsten Ausgabe der Lerchefädere die verschiedenen Bau-Etappen des Schulhauses Lerchenfeld ab den 1920er Jahren dargestellt.

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Was läuft im Quartier?

Unter Quartier-Agenda finden Sie die verschiedenen Anlässe und Aktivitäten. In Papierform hängt die Agenda im Schaukasten/am Anschlagbrett beim Feuerwehrmagazin, beim Holzerhaus "Verein Alterswohnen Lerchenfeld", beim JQL, beim Spielplatz, der Chrüter-Wärchstatt und bei der Kirche.

 

Wussten Sie, dass rund ... Vereine im Lerchenfeld aktiv sind? Die Auflistung finden Sie unter Quartier / Vereine sowie Zeit und Ort des Trainings, der Treffen unter Quartier-Agenda / immer wieder montags ... Lassen Sie sich inspirieren und zu neuen Freizeitaktivitäten motivieren. 



Gemeinsam für eine «herzsichere Stadt»

Auch im Lerchenfeld ist jetzt ein Defbrillator 24 Stunden zugänglich, um Menschen nach einem Hezstillstand zu retten. 

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