Entwicklungsschwerpunkt Thun-Nord

31.10.2018   Thuner Tagblatt

 

ESP Thun Nord EMPA Baufeld B5

Die Wirtschaftsförderung der Stadt Thun, das Planungsamt und das Amt für Stadtliegenschaften

vermeldeten gestern «einen Meilenstein in der Arealentwicklung». Gemeint ist das Gelände des

Entwicklungsschwerpunktes (ESP) Thun Nord, wo in den nächsten 15 Jahren rund 62 Hektaren, die

bisher für die Armee und armeenahe Unternehmungen genutzt wurden, schrittweise neu organisiert

und zum Teil der Privatwirtschaft zugeführt werden.

Das Bundesamt für Rüstung, Armasuisse, tritt der Stadt Thun damit jenes Land ab, auf dem die Eidgenössische

Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) ein neues Gebäude erstellen will. Wie Thuns Stadtpräsident Raphael

Lanz auf Anfrage eine Mitteilung der Stadt ergänzte, erhält die Stadt von Armasuisse ein langfristiges Baurecht. Die Empa

wird gemäss der Mitteilung der Stadt im Jahr 2022 als erste Nutzerin auf der Bauparzelle B5 einziehen.

  

Standort wird ausgebaut

In den letzten Jahren konnte die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Kanton den Standort der Empa in Thun langfristig

sichern. So sprach der Stadtrat im Februar 2017 einen Kredit von 1,7 Millionen Franken; im März desselben Jahres gab

auch das Kantonsparlament grünes Licht und bewilligte einen Verpflichtungskredit über 10 Millionen Franken (wir haben

berichtet). Hierbei wurde vereinbart, dass die Empa den bisherigen Standort Thun in Bezug auf Fläche und Mitarbeitende

erheblich vergrössert. Aktuell beschäftigt die Empa an der Feuerwerkerstrasse 39 in Thun rund 70 Angestellte.

 

Die Empa plant nun in Thun ein Kompetenzzentrum für neuartige Werkstoffe. Konkret geht es um die Erforschung neuer

Möglichkeiten im 3-D-Druck.

  

Stadt sucht Partner

Die künftigen Flächen auf dem sogenannten Baufeld B5 sollen in drei Etappen der Wirtschaft zur Verfügung gestellt

werden. Hierfür werde nun ein Entwicklungspartner gesucht, der das Areal mit der Stadt Thun an den Markt bringe, steht

in der Mitteilung der Stadt weiter geschrieben.

 

«Die vier eingeladenen Unternehmungen erarbeiten bis im Frühjahr 2019 einen Vorgehensvorschlag», schreibt die Stadt.

Im Rahmen einer Weiterbearbeitung mit zwei Bewerbern sei die Erarbeitung von Vorprojekten und danach die

abschliessende Wahl eines Vertragspartners vorgesehen.

 

Die Parzelle B5 liegt an der Kreuzung Allmendstrasse/General-Wille-Strasse beim Auslauf der Alpenbrücke. Sie

ermöglicht dem Wirtschaftsstandort Thun gemäss Angaben der Stadt ein Ansiedlungspotenzial von rund 50000

Quadratmetern Bruttogeschossfläche.

Spielplatz einst und jetzt

Der Quartierspielplatz wurde Anfang der 1970er Jahre auf Initiative des Lerchenfeld Leists als gemeinschaftliches Projekt der Quartierbevölkerung zusammen mit der Stadt Thun erstellt. Freiwillige und Gewerbetreibende aus dem Quartier haben tatkräftig bei der Erstellung des Spielplatzes zugegriffen und diesen über lange Zeit auch in Stand gehalten. Städtische Stellen haben nun den Spielplatz durchgreifend erneuert. Mit grossem finanziellem Aufwand wurden neue, den geltenden Sicherheitsbestimmungen entsprechende Spielgeräte erstellt. Kletter-, Schaukel-, Balancier- und Rutschgeräte sollen bei den Kindern die Lust an der Bewegung und am Erproben der eigenen Fähigkeiten wecken. Besondere Anziehung ist vom Pumptrack für Biker zu erwarten. Zu Recht sprechen die Verantwortlichen der Stadt von einem Quantensprung in der Spielplatzgestaltung. Zumindest hinsichtlich der Spielmöglichkeiten wird die Infrastruktur im Quartier damit seiner Entwicklung in den vergangen Jahren gerecht. Es bleibt zu hoffen, dass der Spielplatz weiterhin bleibt, was ihm seine Gründer beigemessen haben: Eine Oase der Begegnung zum Vergnügen und zur Freude für Jung und Alt.

 

Download
Spielplatz einst und jetzt.pdf
Adobe Acrobat Dokument 953.2 KB