Abfallsammelhof und Recyclingcenter

Einsprache Leistvorstand abgewiesen, da Projekt nicht im Leistgebiet sei!

 

MEDIENMITTEILUNG vom 20. September 2019

  

Flugplatzstrasse kann saniert werden!

  

Der Lerchenfeldleist und Miteinsprecher sind konsterniert über den Entscheid des Regierungsstatthalters, die Baubewilligung für die Sanierung der Flugplatzstrasse zu erteilen. Aus dem Gesamtbauentscheid des Regierungsstatthalters kann entnommen werden, dass die öffentlich-rechtlichen Bauvorschriften offenbar eingehalten werden. 

 

Das eine Abhängigkeit zum Projekt für den Bau eines regionalen Abfallsammelhofes mit Recyclingcenters besteht, wird im Bauentscheid weder berücksichtigt noch erwähnt und somit wird auf diese Einsprachepunkte nicht eingetreten. Dem Stadtratsprotokoll vom 23. August 2018 kann entnommen werden, dass Zitat „Die AVAG und die Stadt Thun die Absicht haben, am gleichen Tag in der zweiten Hälfte Oktober ihre jeweiligen Baugesuche einzureichen, da die Verfahren wegen deren Abhängigkeiten möglichst parallel laufen sollen“. Jetzt wird einseitig eine Baubewilligung erteilt. Die Stadt Thun würde keine Strasse für CHF 1.9 Mio. ausbauen, umlegen und sanieren, die nicht einmal in ihrem Besitz ist, wenn nicht die konkrete Absicht dahinterstehen würde, den regionalen Abfallsammelhof mit Recyclingcenter zu realisieren. 

 

Völlig unverständlich ist, dass der Regierungsstatthalter den Verein Lerchenfeldleist als nicht Einsprache berechtigt ansieht, da sich das Projekt ausserhalb des Quartiers befinde. Laut den offiziellen Quartiergrenzen, die vom Gemeinderat zugeteilt sind, liegt das Projekt klar innerhalb des Leistgebiets. Da die Legitimation scheinbar fehlt, wurden auf berechtigte Punkte der Einsprache nicht eingegangen, wie beispielsweise das fehlerhafte Verkehrsgutachten.

  

Es entsteht immer mehr das Gefühl, dass geschraubt und geschoben wird, bis es passt.

 

Bericht im Thuner Tagblatt vom 20. September 2019
Flugplatzstrasse kann saniert werden

Regierungsstatthalter Marc Fritschi hat der Stadt Thun die Baubewilligung für die Sanierung der Flugplatzstrasse erteilt. Dies teilt die Stadt per Communiqué mit. Die Bauvorschriften würden eingehalten, die erforderlichen Amts- und Fachberichte lägen vor, sodass der Bewilligung nichts mehr im Wege gestanden sei. Zwar waren gegen das Strassenprojekt fünf Einsprachen eingegangen. Auf Rügen gegen das Projekt der AG für Abfallverwertung Avag trat der Statthalter aber nicht ein. «Zwei Einsprachen enthielten privatrechtliche Forderungen, die als Rechtsverwahrung angemerkt wurden», steht in der Mitteilung weiter. Die Einsprache des VCS wies Fritschi ab; es bestehe keine Vorschrift, die vom Einsprecher geforderten Velostreifen auf einer sechs Meter breiten Strasse zu markieren. Das Baubewilligungsverfahren für den Abfallsammelhof ist noch pendent, dagegen sind gemäss Communiqué sechs Einsprachen eingegangen.

Die Stadt plant, nach der Sanierung der Allmendstrasse und des Waldeckkreisels auch die Flugplatzstrasse zu sanieren. Damit soll zugleich der Strassenanschluss für das angrenzende Industriegebiet zwischen der Autobahn und dem Fussballplatz Lerchenfeld verbessert werden. In diesem Gebiet plant die Avag einen neuen Abfallsammelhof (wir berichteten). (pd) 


Initiativkomitee hat Unterschriftensammlung Thuner Zonenplaninitiative gestartet, 05.08.2019

Am Quartierfest wurden so einige Bögen ausgefüllt - jedoch gilt weiterhin: jede Unterschrift zählt - sammeln Sie bitte auch aktiv bei Ihren Thuner Freunden und Bekannten!

 

Bögen und Argumente sind beim Initiativkomitee und auf www.progregiothun.ch erhältlich.


Bericht Thuner Tagblatt vom 02.08.2019

Sport und Freizeit statt Abfallentsorgung?

Gabriel Berger

 

Die Villa Waldeck (r.), die zu den Sportanlagen Waldeck gehört, liegt in der Zone für Sport- und Freizeitanlagen. Nun soll auch die angrenzende Grünfläche (l.), wo der neue regionale Abfallsammelhof der Avag geplant ist, in diese Zone integriert werden. Mit einer Umzonung in eine Zone für Sport- und Freizeitanlagen wollen die Gegner des geplanten Abfallsammelhofs im Lerchenfeld dessen Realisierung verhindern. Seit Montag läuft die Unterschriftensammlung für die entsprechende Gemeindeinitiative. Der Kampf um den geplanten                   Foto: Christoph Gerber (c) Berner Zeitung                                                                  

 

Abfallsammelhof der AG für Abfallverwertung (Avag) und der Stadt Thun im Gebiet Zollhaus im Lerchenfeld ist um ein Kapitel reicher. Nach einer von 727 Personen unterzeichneten Petition im vergangenen Oktober und sechs Einsprachen gegen das unlängst eingereichte Baugesuch der Avag (vgl. Ausgabe vom 31. Juli) gehen die Gegner der Anlage nun nochmals in die Offensive: Wie aus dem heutigen «Thuner Amtsanzeiger» hervorgeht, hat ein elfköpfiges Komitee eine neue Gemeindeinitiative lanciert. Sie trägt den Titel «Thuner Zonenplaninitiative: Für die Erweiterung von Sport und Freizeit. Kein regionaler Abfallsammelhof mit Recyclingcenter neben dem Stadion Lerchenfeld».

 

Einsprachen ohne Wirkung?

Ziel des Komitees ist laut Initiativtext, dass die heutige Grünfläche, auf welcher der Sammelhof dereinst zu stehen kommen soll, «der Zone für Sport- und Freizeitanlagen zugeteilt wird». Aktuell befindet sich diese Grünfläche in der sogenannten Zone für Arbeiten A. Mit der geforderten Umzonung wird darauf abgezielt, die unbebaute Fläche in jene benachbarte Zone zu integrieren, in der sich heute unter anderem bereits die Sportplätze der Genossenschaft Sportanlagen Waldeck und das Flugplatz-Beizli befinden. Hinter dem Begehren stehen elf direkt oder indirekt betroffene Anwohnerinnen und Anwohner aus dem Lerchenfeld. Vertreten werden sie durch Daniela Weber. Die SVP-Stadträtin gehört dem Vorstand des Lerchenfeld-Leists an und engagierte sich auch bei der erwähnten Petition an vorderster Front. Was gab letztlich den Ausschlag, jetzt noch eine Gemeindeinitiative zu lancieren? «Wir hatten je länger desto mehr das Gefühl, dass man mit Einsprachen gar nicht vielausrichten kann», gibt Weber unumwunden zu. Sie denke dabei etwa an die vielen Baugesuche für neue Mobilfunkantennen, die trotz Einsprachen und grosser Gegenwehr letztlich gebaut werden könnten. Die Gegner hätten bereits seit Februar mit dem Gedanken gespielt, eine Initiative zu starten, und seien nun zum Schluss gekommen, diesen letzten Strohhalm zu ergreifen. «Der Weg bis zu einer möglichen Abstimmung ist sicher nicht einfach. Aber wir bleiben weiterhin optimistisch und hoffen darauf, sonst hätten wir die Unterschriftensammlung gar nicht starten müssen», sagt Weber.

 

Sammlung bis Ende Oktober

Das Komitee der Gemeindeinitiative hat nun 12 Monate Zeit, die nötigen 1600 Unterschriften bei Thuner Stimmberechtigten zu sammeln. Laut Daniela Weber sollen die Unterschriften aber bereits Ende Oktober beisammen sein und die Initiative dann eingereicht werden. Der Hintergrund ist klar: Das Baubewilligungsverfahren für den Abfallsammelhof ist schon im Gang; entsprechend eilt das Anliegen. In der im «Amtsanzeiger» publizierten Verfügung verweist der Thuner Stadtschreiber Bruno Huwyler Müller denn auch darauf, dass die Unterschriftensammlung und die Initiative «keine Auswirkungen auf das laufende Baubewilligungsverfahren» und «insbesondere keine Vor- oder Sperrwirkung» haben. Das Initiativkomitee sei darauf hingewiesen worden. Auf Anfrage hält Huwyler fest, dass in Thun «noch nie eine Initiative eingereicht wurde, die während eines laufenden Baubewilligungsverfahrens auf die Änderung der baurechtlichen Grundordnung abzielt». Der Gemeinderat wird bei einem Zustandekommen der Initiative diese auf ihre inhaltliche Gültigkeit hin überprüfen, was laut der Stadtverfassung innert neun Monaten geschehen muss. Als Nächstes würde das Begehren dem Stadtrat vorgelegt. Lehnt dieser die Initiative ab, könnte es in der Folge zur Volksabstimmung kommen.  

Bericht Thuner Tagblatt vom 31.07.2019

Bericht Thuner Tagblatt vom 03.04.2019

Bericht im Thuner Tagblatt zur Leist-Hauptversammlung vom 01. April 2019

Strassenbau verärgert das Quartier

«Wir kämpfen gegen den Ausbau der Flugplatzstrasse, die nur wegen des Abfallsammelhofs saniert wird», betonte Lerchenfeld-Leist-Präsident Roland Götz an der 111. Versammlung der Organisation. Der Quartiertreff an der Langestrasse war am Freitagabend überfüllt, wollten sich doch mit 109 Personen über ein Drittel aller Leistmitglieder aus erster Hand informieren lassen über «polarisierende Themen», so Roland Götz, der erstmals die Versammlung leitete, nachdem er vor Jahresfrist neu an die Leistspitze gewählt worden war. «Es ist heikel, wenn man als Leist eine Einsprache

macht», erklärte der Präsident. Deshalb habe der Vorstand juristische Hilfe geholt, um eine saubere Einsprache zu verfassen in Absprache mit den Anrainern, mit denen der  Leist eine Interessengemeinschaft gebildet hat.
Von der Kreuzung Waldeck wird ab 24. Juni für zwei Monate keine 

Zu- und Wegfahrt ins Lerchenfeld mehr möglich sein. Text und Foto:               

Andreas Tschopp                                                                           

 

«Nicht zonenkonform»         

In der beim Regierungsstatthalter eingereichten Einsprache führt der Leist sieben Punkte auf gegen das Projekt. Hauptargument ist, dass dieses nicht konform sei in der Zone für Sport- und Freizeitanlagen im Lerchenfeld. Weiter wird moniert, dass die Verkehrssicherheit wegen fehlender Fussgängerstreifen nicht gewährleistet sei, verkehrstechnische Normen missachtet würden und der technische Bericht «nicht nachvollziehbar» sei. Und zudem sei das Gesuch ohne Unterschrift ungültig, argumentiert der Leist, der ferner Mehrverkehr am Wochenende befürchtet mit der Erschliessung des Abfallsammelhofs. Dass das Baugesuch dafür nicht gleichzeitig gestellt wurde von der Stadt, «finden wir etwas frech», sagte Roland Götz, der festhielt: «Ohne Zufahrt kein Abfallsammelhof». Um dagegen rechtlich weiter vorzugehen, werde eine separate Versammlung einberufen, sagte der Präsident des Lerchenfeld-Leists, der sein Budget fürs laufende Jahr bereits um 3500 Franken erhöht hat.

 

Bauprofile Abfallsammelhof, Aufnahmen vom 16. Januar 2019

Trottoir ab Waldeck-Kreisel

 

Der Leist wartet auf die Baupublikation und unternimmt dann die nächsten Schritte betreffend Baueinsprache.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fussgängerstreifen

 

Fussgängerstreifen

 

Einfahrt Zufahrtsstrasse

Einfahrt Abfallsammelhof

Abfallsammelstellen

Recyclingcenter

wir bleiben dran!

Artikel Thuner Tagblatt vom 08.12.2018

 

Die Vorschlag von Daniela Weber (Markierung) lautete etwas anders: Das bestehende Recyclingcenter soll am jetzigen Standort bestehen bleiben und unser Vorschlag ist, die durch den Abriss der Öltanks frei werdende Fläche (neben der KVA) für den Bau des Sammelhofes zu verwendet. Somit kann auf den geplanten Standort "Zollhaus" verzichtet werden.

 

 

 

 

 

 

 


Artikel im Thuner Tagblatt vom 23. Oktober 2018