Mitgestalten bei der Sanierung, dem Ausbau unserer Schulanlage


Schulanlage Lerchenfeld

Thuner Tagblatt online, 15.09.2020 Andreas Tschopp

 

Kritik am Zeitplan für den Schulausbau

Dass es sechs Jahre dauern soll, bis das Quartier eine erweiterte Schule erhält, wurde an der Leistversammlung kritisiert.

Gleich eine vierköpfige Delegation der Stadt Thun erschien zur Hauptversammlung des Lerchenfeld-Leists, um dort die Pläne zur Sanierung und Erweiterung der Schule Lerchenfeld zu erklären. Die Stadt will bekanntlich 24 Millionen Franken investieren in das Projekt, das als eines von fünf zuoberst auf der Prioritätenliste steht.

 

Wie Gemeinderat Konrad Hädener einleitend ausführte, sei die Schulraumplanung langfristig ausgerichtet und werde von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Ein wichtiger Faktor ist im Lerchenfeld die Verlegung des Quartierzentrums ins alte Feuerwehrmagazin. Für dessen Planung und Projektierung werde im Oktober dem Stadtrat ein Kredit von fast 1,9 Millionen beantragt, erfuhr die Versammlung.

 

«Eine Zumutung»

Diese wurde weiter darüber orientiert, dass eine zweite Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben wurde für die Schulerweiterung, die als Basis dienen soll für den 2021 geplanten Architekturwettbewerb. Mit dem Abschluss der Planungsphase wird 2023 gerechnet, sodass ab 2024 bis 2026 die Ausführung erfolgen könne.

 

Dieser Zeitplan stiess auf Kritik bei einer Mutter und Lehrerin, die ihn als «Zumutung» bezeichnete und folglich von einem «Debakel» sprach. «Ihr müsst jetzt loslegen», verlangte daher ein Votant von den Vortragenden.

 

Im Moment sei «nichts zu machen», hiess es, und daher seien «kreative Lösungen gefragt». Der Leiter des Amts für Stadtliegenschaften, Thomas Zumthurm, gestand ein, die Planung sei «nicht rechtzeitig» angelaufen, und er bemühte sich um Entspannung, indem er betonte: «An unserem guten Willen fehlt es nicht.»


Mehr Platz für Schulanlage

Sehr schnell ist das Chalet Vergangenheit.

 

7. Oktober 2019

Thuner Tagblatt, 2. August 2019

Das Lerchenfeld benötigt mehr Schulraum. Das Haus an der Langestrasse 53 soll deshalb einem Neubau weichen.

Im Lerchenfeld wächst die Anzahl schulpflichtiger Kinder, wie die Stadt Thun mitteilt. Unter Berücksichtigung der Entwicklungsmöglichkeiten könne man davon ausgehen, dass das Wachstum anhält und damit auch der Bedarf an Schulraum zunimmt. Die Schulanlage Lerchenfeld ist jedoch in die Jahre gekommen. Die Gebäude sind, mit Ausnahme der neueren Bauten, sanierungsbedürftig. Zudem mangelt es der Schule an ausreichend Räumlichkeiten für einen zeitgemässen Unterricht. Der Gemeinderat hat aus diesen Gründen Ende 2018 entschieden, die Sanierung und Erweiterung des Schulhauses Lerchenfeld mit hoher Priorität anzustreben.

 

Chalet wird abgerissen

 Um die Raumbedürfnisse der Schule Lerchenfeld erfüllen zu können, hat das Amt für Stadtliegenschaften eine Machbarkeitsstudie über die ganze Zone für öffentliche Nutzung (ZöN) erstellt. Das stadteigene Wohnhaus an der Langestrasse 53 befindet sich ebenfalls auf dem Schulareal. Die Studie hat ergeben, dass die Fläche für die Entwicklung des Areals zwingend nötig ist: Idealerweise kann die Schulanlage mit neuen Bauten anstelle des Chalets erweitert werden. Eine Umnutzung jenes sanierungsbedürftigen Hauses wäre unwirtschaftlich und wurde aufgrund der kleinen Räume sowie der schlechten Bausubstanz verworfen. Das Haus solle abgebrochen werden, heisst es weiter.

 

In einem nächsten Schritt sieht die Stadt Thun 2020/21 einen Architekturwettbewerb vor, der die neue bauliche Organisation des Schulareals aufzeigen soll. Die Sanierung und Erweiterung ist für die Jahre 2024/25 geplant. (pd)